Swantje Luthe

Wer ich bin

Über mich

Swantje Luthe ist Pastorin in Hennstedt: Trauerfeiern, Taufen und Trauungen mit Herz und Verstand, Theologin für Sepulkralkultur, Sela-Yogalehrerin.

Schwerpunkt
Sepulkralkultur & Trauerarbeit
Außerdem
Zertifizierte Sela-Yogalehrerin

Ich bin Pastorin in der Kirchengemeinde Hennstedt in Dithmarschen.

Mein Weg dorthin führte über die Universität: Ich habe zur Bestattungs- und Trauerkultur geforscht und publiziert — zur Frage, wie sich Trauer verändert, wenn sie auch digital stattfindet, und was Rituale leisten, wenn Menschen nichts mehr trägt. Diese Frage hat mich nie losgelassen, und sie prägt bis heute meine Arbeit am Grab.

Genauso wichtig ist mir die andere Seite: die Arbeit mit jungen Menschen. Jedes Jahr eine Jugendfreizeit — Frankreich, Norwegen, als nächstes Italien. Zwölf Tage mit vierzig Jugendlichen sind die ehrlichste Form von Seelsorge, die ich kenne. Für das kommende Jahr plane ich zusätzlich, eine Kinderfreizeit zu begleiten.

Dazwischen liegt alles andere: das Tauffest an der Eider oder im Schwimmbad, die Woche Tage mit Goldrand für ältere Menschen, Trauungen und Segnungen dort, wo Menschen sie sich wünschen.

Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, ist der Tauschladen Plietsche Plünn im Nordpastorat. Kleidung abgeben, stöbern, mitnehmen — ohne Geld, für jedes Alter. Was als Idee anfing, läuft heute mit einem festen Team und einer eigenen App. Nachhaltig, sozial und ein Ort, an dem sich Menschen begegnen, die sich sonst nicht träfen.

Und schließlich das Yoga. Als zertifizierte Sela-Yogalehrerin verbinde ich Yoga mit christlicher Spiritualität. Sela ist ein Wort aus den Psalmen — ein Innehalten, eine Pause im Lobgesang. Es geht darum, den Glauben nicht nur zu denken, sondern im Körper zu spüren.

Poesie, Prophetie, Power

Der Titel eines Buches, das ich mit herausgegeben habe — über Dorothee Sölle. Er beschreibt ganz gut, worum es mir geht.

Poesie, weil Glaube eine Sprache braucht, die trägt. Am Grab, am Taufbecken, in der Trauung: Es macht einen Unterschied, ob Worte nach Formular klingen oder nach diesem einen Menschen. Ich nehme mir Zeit für das Gespräch vorher, damit die Worte danach stimmen.

Prophetie, weil Kirche nicht nur verwalten soll, was war. Fragen nach Gerechtigkeit, nach Nachhaltigkeit, nach dem, was Menschen heute umtreibt, gehören auf die Kanzel.

Power, weil aus all dem etwas werden muss: ein Tauschladen, eine Jugendfreizeit, eine Woche für ältere Menschen. Theologie, die im Leben ankommt.

Musik

Die Klangkraft der Kirchenorgel hat mich schon früh begeistert und beeindruckt mich bis heute: Gedanken werden frei, gehen auf Reisen. Seelenruhe — oder aufgewühltes Inneres durch die Fülle der Töne. Abtauchen, sich versenken, ein Ohrwurm bleibt immer.

Kultur und Glaube

Religion und Ästhetik stehen in enger Beziehung. Religiöses und Göttliches erlebe ich in Kultur, Kunst und Musik, im Film und in allen Spielarten der Popkultur. Ich bin engagiert im Verein pop.religion e. V. — und neugierig darauf, auch für Gottesdienst, Predigt und Liturgie Neues auszuprobieren.

Akademischer Weg

Vor dem Gemeindedienst habe ich an der Universität geforscht und gelehrt. Meine Dissertation trug den Arbeitstitel Mediatisierte Trauer- und Bestattungswelten in der sich wandelnden Friedhofskultur.

Stationen

ZeitraumStation
seit 10/2015Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Würzburg — Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
03–09/2015Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Paderborn — Religionspädagogik mit Schwerpunkt Inklusion
07/2012–08/2016Konviktsinspektorin des Bugenhagen-Konvikts e. V., Hamburg
04–09/2012Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Praktische Theologie, Universität Hamburg
02/2012Erstes Kirchliches Examen / Diplom der Evangelischen Theologie, Universität Hamburg
2004–2012Studium der Evangelischen Theologie in Hamburg, Neuendettelsau und Tübingen

Auszeichnungen und Stipendien

  • Helmut-Thielicke-Preis (2011) für die Examensarbeit Virtuelle Friedhöfe. Gedenkstätten im Internet aus praktisch-theologischer Perspektive
  • Promotionsstipendium der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (2012–2014)
  • Stipendium der Karl H. Ditze Stiftung (2010)

Weiteres

Bibliolog-Ausbildung mit Zertifizierung in Josefstal (2017). Vorträge unter anderem in Rostock, Wien und Umeå (Schweden), Lehraufträge in Hamburg und Würzburg. Mitglied der Deutschen Paul-Tillich-Gesellschaft, der European Society of Women in Theological Research und des Arbeitskreises Populäre Kultur und Religion.


Kontakt

Lassen Sie uns sprechen

Ob Taufe, Trauung, Trauerfeier oder ein Yoga-Kurs — melden Sie sich gern.

Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Psalm 139,5